Unser Körper folgt bestimmten Naturgesetzen, die oft unbeachtet bleiben. Doch wer diese Gesetzmäßigkeiten kennt und begreift, kann nicht nur die Ursache von Beschwerden besser einordnen, sondern auch eine gezieltere Therapie wählen. Besonders wichtig ist dabei der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus, der durch zwei Zustände bestimmt wird: Sympathikotonie (Aktivität) und Vagotonie (Regeneration). Doch was passiert, wenn dieser Rhythmus gestört wird?

Die Erkenntnismethode: Wie wir die Ursache von Beschwerden finden
Ein gesundes Leben basiert auf einem Gleichgewicht zwischen Aktivität und Ruhe. Tagsüber ist der Körper sympathikoton, das bedeutet, dass der Sympathikus aktiv ist. In dieser Phase sind wir leistungsfähig, unsere Muskulatur ist durchblutet, die Verdauung tritt in den Hintergrund, und wir können eine gute Leistungen erbringen. Nachts übernimmt dann der Parasympathikus: Wir werden vagoton, der Körper regeneriert sich, Organe reparieren.
Doch was passiert, wenn durch einen Konflikt/Streit dieses Gleichgewicht aus den Fugen gerät?
Der Einfluss von Konflikten auf unseren Körper
Besonders Konflikte und Stress haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unseren Körper. Ein Streit oder ungelöster Konflikt kann dazu führen, dass der Körper dauerhaft in einer Sympathikotonie bleibt – also in einem Zustand ständiger Aktivierung auch in der Nacht. Die Folge: schlechter Schlaf, Gedankenkreisen, kalte Hände und Füße und ein** Gefühl von innerer Unruhe** bzw. sind wir leistungsfähiger, damit wir den Konflikt/Streit lösen können.
Im natürlichen Ablauf würde sich unser Körper nachts in die Vagotonie begeben und regenerieren. Doch wenn der Konflikt bestehen bleibt, fehlt diese Phase, und die Erholung bleibt aus. Dies kann über längere Zeit hinweg zu chronischer Erschöpfung führen.
Die Reparaturphase: Der Körper repariert sich selbst
Wenn schließlich eine Lösung des Konflikts eintritt, beginnt die sogenannte Reparaturphase. Diese kann sich über zwei Abschnitte erstrecken:
- Reparaturphase I: Der Körper beginnt, das geschädigte Gewebe zu regenerieren. Da dies in der vagotonen Phase stattfindet, fühlen sich viele Menschen in dieser Phase müde, haben Kopfschmerzen usw.
- Erstverschlimmerung: Wir erleben den Konflikt/Streit in einem Zeitraffer. Dieser kann Minuten, Stunden oder bis zu 3 Tagen dauern. Gerade hier ist eine gute Begleitung durch einen Therapeuten wichtig.
- Reparaturphase II: Der Körper schließt die Reparatur ab, überschüssige Gewebsflüssigkeit wird abgebaut, und das System kehrt langsam in den normalen Rhythmus zurück.
Der Weg zur natürlichen Sympathikotonie und Vagotonie
Die Lösung liegt darin, den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus wiederherzustellen. Dazu gehört:
- Konflikte aktiv lösen, um dauerhafte Sympathikotonie zu vermeiden.
- Bewusstes Stressmanagement, z. B. Konfliktmanagement
- Eine gute Schlafhygiene, um nachts in eine erholsame Vagotonie zu gelangen.
- Bewegung und Aktivität am Tag, um den Wechsel zwischen Aktivität und Regeneration zu fördern.
Wenn es gelingt, das der Konflikt/Streit gelöst wird, dann können wir diesen natürlichen Rhythmus wiederherstellen, dann kann der Körper sich optimal selbst regulieren. Die Naturgesetze zeigen uns, dass Reparaturen des Körpers möglich sind, wenn wir im Einklang mit unserem biologischen Rhythmus leben.



